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Fundstücke 3: Interessante Blogs zu DSA

zivilschein.wordpress.com: Heute bin ich per Zufall durch Alveran auf diesen hervorragenden Blog namens Zivilschein gestoßen. Der Blog widmet sich nicht ausschließlich dem Thema Rollenspiel, aber die ausgewählten Beiträge haben es was Umfang und Recherche/Verlinkungen angeht in sich. Neben einem Interview mit dem ehemaligen DSA-Autor und Redakteur Florian Don-Schauen sind vor allem die zwei Beiträge zu den jüngsten DSA-Entwicklungen um Mark Wachholz Kündigung und den Metaplot sehr lesenswert.

nandurion.blogspot.com: Der zweite Blog ist rsp-blogs.de Lesern sicherlich schon bekannt, ich möchte ihn dennoch noch mal erwähnen. Nandurion hat sich der anstrengenden Aufgabe gewidmet, das Neuigkeiten-Vakuum zu füllen, welches sich durch die Einstellungen der DSA-News seitens Alveran auftat. Dabei machen sie sich sehr gut und es ist wohl recht praktisch dass es sich um ein Team handelt, dass den doch sehr oft vorkommenden Neuigkeiten genug blogschreiberische Power widmen kann =)

Fundstücke 1: Neues von DSA (Alveran,Tom Finn..etc)

Fundstücke im Blog

Da Alveran wohl nun nicht mehr das schöne Netzgeflüster anbietet und auch keine News, werde ich mich bemühen künftig öfter meinen Blog mit aktuellen News in diesem Bereich zu versehen. Jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Neutralität, beides kann ich nicht garantieren und versuche es auch gar nicht erst 😉

Zwar wird DSA dann mehr Überhand auf diesem Blog nehmen als es eigentlich geplant war, aber mangels Alternativen im Bereich Blog zum Rollenspiel DSA sehe ich es auch irgendwo in der Verantwortung, hier eine Lücke zu füllen (die Alveran damit hinterlässt).

Alveran stellt seinen News-Teil ein

Neuigkeit in eigener Sache auf der Alveran-Website

Im Zuge der Trennung zwischen Ulisses Spiele und Mark Wachholz als DSA-Redakteur sehen wir uns gezwungen, bis auf Weiteres die DSA-Neuigkeiten auf Alveran einzustellen. Mark hat als einer der Webmaster unserer Seite seit April 2002 die Neuigkeiten-Sektion fast im Alleingang betrieben und mit viel Aufwand acht Jahre lang Spieler, Fans, DSA-Autoren und auch -Redakteure über alles rund um das Schwarze Auge informiert. Unser Anspruch war es immer, DSA in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Mit der Beendigung seines DSA-Engagements wird auch diese Arbeit hier nun eingestellt. Neues zu den derzeitigen Ereignissen oder Wichtiges in eigener Sache werden wir hier aber weiterhin vermelden. Intern beraten wir im Licht der aktuellen Ereignisse derzeit auch über die weitere Zukunft von Alveran.org. Es stellt sich uns die Frage, ob wir uns mit unserer bald 15-jährigen Fanarbeit mit dem vom Verlag eingeschlagenen Weg für Das Schwarze Auge noch identifizieren können. Wir werden das aber in Ruhe abwägen.

Bekanntlich stehen mit den News auch noch weitere arbeitsintensive Teile in Verbindung, z.B die Datenbank aller neue erscheinenden Produkte samt zugehörigem Thread und möglichen Rezensionen. Inwieweit diese fortgesetzt werden, steht noch aus.
Das Forum an sich ist natürlich auch arbeitsintensiv, aber da es noch einige akive Moderatoren gibt, wird es wohl hier wenige Bedenken geben dieses weiterlaufen zu lassen (entgegen zahlreicher Gerüchte). Hier gilt es abzuwarten.

Bislang ist Alveran der Anlaufpunkt gewesen was Neuigkeiten um DSA angeht, aber auch die DSA-Website mit den meisten Besuchern.

Neues vom DSA-Autor Tom Finn

(u.a. Autor von Grenzenlose Macht, Über den Greifenpass, Reise zum Horizont, Namenlose Dämmerung, sowie Donner und Sturm)

Tom Finn schreibt auf seinem Facebook-Newsletter über neue DSA-Produkte aus seiner Feder:

IV. PEN-&PAPER-ROLLENSPIELE
Auch aus der Welt des Schwarzen Auges gibt es Neues zu berichten:

Das Abenteuer DONNER & STURM aus der Werkstatt von Tobias Hamelmann und mir wurde so erfolgreich angenommen, dass es demnächst in die zweite Auflage geht.

Ein BRANDNEUES AVENTURIEN-ABENTEUER aus der Feder von Anton Weste und mir harrt zum Jahresende seiner Vollendung.

Abenteuerlich geht es auch auf dem Nachbarkontinent Myranor/Güldenland zu. Zum einen, da die Entdecker-Kampagne, die 2000 mit unserem Abenteuer REISE ZUM HORIZONT ihren Anfang nahm, dieser Tage komplett überarbeitet und zum Hardcover ausgebaut wird; zum anderen, da ich Myranor gemeinsam mit einigen altgedienten DSA-Kollegen einen neuerlichen Besuch abgestattet habe. In welcher Form, das erfahrt ihr in Bälde.

Dere Globus mit vielen Neuigkeiten…

aus dem Blog sowie dem Entwicklertagebuch

Das ambitionierte DSA-Projekt DereGlobus (ein digitaler Atlas in Form eines Google-Earth Plug-In’s) kommt mit vielen neuen Features daher, u.a. diese:

  • neue Regionalkarten samt Informationen zu Siedlungen und Flüssen (Horasreich)
  • flexibel zoombare politische Grenzen
  • beinahe vollständig erfasste Flüsse ganz Aventuriens
  • weitere Stadtkarten sowie mit Gebäudebeschreibung versehene Karten
  • und natürlich die Einbindung von ausgewählten 3D-Gebäuden, teilweise sogar schon ganze Städte (Khunchom, Thorwal wächst noch)

Dere Globus ist aktuell in der Version 1.8 kostenlos auf der Entwickerseite  dereglobus.org downloadbar. Meiner Meinung nach auch für Nicht-DSAler ein optischer Genuss den man unbedingt einmal ausprobieren sollte.

Professionalität vs Kreativität? Warum diese Personen DSA fehlen werden

Vieles ist in den vergangenen Tagen über die Vorgänge bei DSA und den Autoren geschrieben worden.

Eine kommentierte Chronologie:

Zu Beginn kam die Mitteilung auf Alveran das Mark Wachholz nicht mehr Mitglied in der Redaktion ist und er auf recht unpersönliche Art und Weise entlassen wurde. Eine für DSAler bemerkenswerter Vorgang, weiß man doch von Autoren die sich vieles leisten konnten und dennoch noch immer dabei sind (mein Paradebeispiel, Horasreich-Konflikt und seine Produktverspätungen sowie der anschließende Regionalband Reich des Horas, der mit satten 5 Jahren Verspätung daher kam). In der Erläuterung sowie seiner späteren Ergänzung auf Alveran konnte man schon erkennen das es eine Mischung aus inhaltlichen Differenzen gab (zum Metaplot, dazu später mehr) wie auch persönliche und strukturelle die sich insbesondere aus der bei DSA jüngst eingerichteten Kernredaktion ergaben.

Von dieser Kernredaktion hatten sich ja viele einiges erhofft, z.B einen Push bei den Produkten, weniger Kullanz für Verspätungen a la Reich des Horas, aber auch aufgrund der Namen der Beteiligten eine größere Orientierung an spieltauglichem Material fernab von Kochbüchern undHandelsbänden die sich exzessiv mit aventurischem Gemüse auseinander setzen.

Insbesondere aber auch die persönlich von mir gehegte Hoffnung, hier nun Autoren sitzen zu haben die einen rollenspielerischen Weitblick über DSA hinaus besitzen und aus diesem Erfahrungsschatz heraus nun DSA und seiner Produktlinie wieder mehr Focus auf Spielbarkeit  und Spielrelevanz zu geben.

Stichwort Metaplot

Diese Hoffnung war aber noch viel mehr auf die ohnehin schon gute und engagierte Arbeit von Mark Wachholz was die Aufbereitung zahlloser Plotleichen im Metaplot angeht gerichtet. Diese dümpelten oftmals seit Jahren dahin, meist aufgeworfen durch Abenteuer von Autoren denen die Langzeitkonsequenzen oder Entwertung von Spielhilfen nicht sonderlich wichtig war sondern mehr der Knalleffekt ihres persönlichen Produktes, ohne Infos ob sie nun gänzlich frei für Spielgruppen waren was die eigene Gestaltung angeht oder ob da noch was kommen möge.
Marc schrieb viele gute Artikel im aventurischen Boten die hier Spielleiter-Infos gaben und gute Roadmaps darstellten bis zum Herauskommen etwaiger, mal wieder alles über den Haufen werfender Abenteuer (derweil andere Autoren lieber ihre Abenteuer durch ihre Penetranz nerenden Kurzgeschichten anteaserten und denen Transparenz ein Fremdwort war).

Diese Arbeit ist unheimlich rechercheintensiv, erforder viel Know-How und Weitsicht und ist wohl oftmals alles andere als spassig, muss man sich doch an vergangene wie noch nichtmal publizierte Produkte von anderen Autoren halten und diese sinnvoll und stringent verknüpfen. Sicherlich weitaus weniger spassig als ein Abenteuer zu schreiben in dem man Dinge einfach setzt (und dabei herzlich Regeln und inneraventurische Begebenheiten ignoriert bzw außer Kraft setzt). Eine Arbeit der Respekt gebührt und die offensichtlich anderen Autoren auf die Nerven ging bzw sie in ihrer „Gestaltungsfreiheit“ störte.

Mit seinem Rausschmiss war vielen der heftigsten Kritiker des bisherigen Metaplots sowie der Art wie dieser durch Produkte gestaltet wird klar, dass dies einen heftigen Einschnitt bedeuten würde. Marc stellte sich mit unerschütterlicher Geduld oftmals anstrengenden Diskussionen auf Alveran. Unbequeme Diskussionen, aber auch Diskussionen die Verständnis bei vielen Käufern und Kritikern aufwarfen und halfen, die Zusammenhänge zu verstehen. Gleichzeit auch Diskussionen die einem die Möglichkeit gaben, Hinweise und Impulse für etwaige Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich der Produktpolitik zu geben (wenn auch im eher kleinen Rahmen des zweimonatlich erscheinenden aventurischen Boten).

Zwei weitere, unermütliche Mitdiskutanten die kein Blatt vor den Mund nahmen waren Ragnar und Michele Schwefel. Ausgerechnet diese beiden gaben gestern bekannt dass sie ihre Schlüsse aus den Ereignissen ziehen würden und ihre Mitarbeit am offiziellen Aventurien beenden würden. Auch die beiden waren mir durch wirklich akribische Arbeiten bei ihren Produkten bekannt, wie auch durch ein hohes Bewusstsein ob der Sinnhaftigkeit, Produkte langfristig zu planen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das lebendige Aventurien aka Metaplot.

Es scheint laut ihren Worten schon lange so gewesen zu sein dass ihre eher planvolle, behutsame Art nicht mehr zu dem neuen Produktplan gehören sollte.

Als 4. Beteiligter entschied auch Tyll Zybura sich von der Arbeit der Redaktion DSA zu verabschieden. Tyll hatte sich in den letzten Jahren einen herrvoragenden Ruf durch diverse inoffiziellen Produkte erarbeitet, (wie die von mir immer noch als grandios anzusehenden Elementartexte) die er auf seiner Website Wolkenturm.de veröffentlichte, als auch durch seine jüngsten Sachen wie das spielenswerte und kostenlose Szenario Posaunenhall, das die kommenden Ereignisse in den schwarzen Landen auf eine für DSA-Verhältnisse außerordentlich freie Art und Weise behandelte.

Ich empfinde großen Respekt für die Entschlüsse von Tyll Zybura, Michelle und Ragnar Schwefel, die ihnen sicherlich nicht leicht gefallen sind. Wenn man soviel Zeit und Kreativität in ein derartiges Nischenhobby mit nur kleinen Fandom steckt, dann braucht das unermüdlichen Elan und viel Herzblut. So etwas aufzugeben/ zu beenden fällt immer schwer.

Letztendlich möchte ich keine Spekulationen lostreten, aber ein paar Kommentare hatte ich ohnehin in diversen Foren geschrieben:

Quo Vadis Produktplan /Metaplot?

Wie es scheint, wird DSA tatsächlich professioneller was den Produktausschuss angeht, wenn man die Masse betrachtet, ebenso wie die Geschwindigkeit mit der Publikationen angekündigt und herausgebracht werden. ABER vieles läuft letztendlich doch wieder auf eine überaus starke Dominanz der Kaufabenteuer heraus, welche von manchen DSA-Spielern geliebt, von anderen gehasst oder ignoriert werden. Diese Kaufabenteuer haben seit jeher die lebendige aventurische Geschichte vorrangebracht, mit allen Vor und Nachteilen. Eine in den vergangenen Jahren zunehmende Gigantomie sowie Narrenfreiheit und mangelnde Planung der zuständigen Autoren sorgte für große Umwälzungen die dann zu großen Teilen nie wieder fortgeführt wurden geschweige denn als für Spielgruppen frei angegeben wurden. Für Spielgruppen die die Kaufabenteuer (sei es aufgrund ihres Aufbaus mitsamt vielen Schienenelementen oder ihrer hohen Moralität) eher ignorierten sondern ausschließlich mit den Regionalspielhilfen arbeiteten, wurde es immens schwer, hier noch halbwegs an dem sich fortentwickelnden Plot zu spielen. Oftmals verwiesen die Regionalspielhilfen auf kommende Kaufabenteuer (die damit plötzlich die Rolle von Informationsträgern den dafür zuständigen Spielhilfen abnahmen), welche  aber für diese Spieler keinerlei Spielreiz boten.
Durch den wesentlich höheren Anteil an der Produktpalette gaben auch die Kaufabenteuer immer wieder neue Informationen und Setzungen auf, welche zur zunehmenden Verkomplizierung und dem Informationsüberschuss beitrugen.

Wer sich im Aventurien der jüngeren Zeit bewegen wollte kam nicht mehr mit dem dafür zuständigen Settingband aus, sondern sollte auch noch die Abenteuer X, Y und Z besitzen, damit er Infos über Region, Charaktere und Entwicklungen bekam. Ein kontinuierliches Totschreiben der Settings und vor allem ein zu immer mehr Missverständnissen führender Informationsüberschuss den auch die meisten Autoren nicht mehr überschauen. Dazu mangelnde Planung, Koordination und Weitsicht führen zu einem Settingkonglomerat was in sich in höchstem Maße inkonsistent ist, zu Lasten der Spielleiter welche hier massive Arbeiten investieren müssten um aus den Brocken etwas sinnvoll spielbares zu machen.

Was bleibt /Schlussfolgerung

Für mich führte das (insbesondere mit dem Ausflug in interessante andere Rollenspielgefilde) zum mehr und mehr als unnütz empfinden der DSA-Bände (die durch ihre zahlreichen Abenteuerverweise mehr verwirrten bzw Zeit kosteten anstatt Klartext zu schreiben und Spielinformationen zu bieten) und dem Eindruck, es wäre wohl dem Verlag wohl wichtiger eine kleine Schar Alleskaufender zu bedienen (die insbesondere durch die unzähligen Kaufabenteuer bis auf Lebenszeit mit Material gefüttert werden) als eine Vielzahl von Spielstilen zu bedienen, zu denen auch Leute wie ich gehören die sich lieber anhand von Settingbänden selber kreativ betätigen. Die lieber auf ihre Spielgruppen zugeschnittene Szenarien entwickeln wollen anstatt die Spieler mit langweiligem prominente NSCs abklappern und diesen Helfen -Plots zu langweilen.

Ich sehe eine steigende (und vom Verlag natürlich gewollte) NUR Konsummentalität der DSA-Fans, einem immer stärker abnehmenden eigenen kreativen Potential, einem massiven Schwund an interessanten inoffiziellen Ausarbeitungen („wozu, bald kommt doch Band XZ, da steht alles dazu drin…“)  und vor allem auch sinkender Akzeptanz für Sachen auf denen nicht das selig machende Ulisses-Logo prangt. Das ist ein Kreislauf der auch die letzten eifrig Schreibenen demotiviert, wozu noch Texte schreiben die keine Leser finden? Wozu Szenarien basteln die niemand spielt?

Ich habe immer weniger Zeit für solche Ausarbeitungen und meine Geduld mich durch „offizielle“ Bände zu wühlen um ein halbwegs konsistentes Szenario zu entwickeln sinkt. Auch fehlt mir dazu der mangelnde Mehrwert bzw die Spielrelevanz. Solange DSA die ausgetretenen (aber offensichtlich kurzfristig lukrativen) Wege der Kaufabenteuer-Orientierung gehen (derweil andere schlanke Rollenspiele die Do it yourself-Mentalität fördern statt sie zu boykottieren) und in ihren Spielhilfen nur Allgemeinplätze anbietet, solange werde ich Abstand nehmen von diesem Rollenspiel. Es ist nur eines von vielen in diesem Sektor und Kreativität benötigt keine offizielle Genehmigung. Das wissen sicherlich auch die oben erwähnten Personen, welchen ich von ganzem Herzen wünsche dass sie zumindestens dem Rollenspiel treu, aktiv und kreativ bleiben.

Aventurien hat viel Potential das noch  beackert werden kann, auf Jahrzente, wenn die Lizens schon längst vor sich hingammelt weil sie kein Geld mehr einbringt und Printprodukte eh kein Mensch mehr kauft.
Szenarien, NSCs, alternative Regeln und Regeladaptionen (wie die grandiose Wildes Aventurien-Umsetzung von Zwart auf Savage Worlds) werden uns Rollenspieler noch ewig Futter geben und animieren selber sich an den Herd zu stellen statt auf den Pizzalieferanten zu warten (und sich dann über lauwarme, labbrige Pizza und die Pizzeria an sich zu ärgern 😉 Selbstgekocht schmeckt oftmals am besten, also lasst uns die Rezepte austauschen =)

Eilmeldung…DSA Götterdiener gibts auch in cool…

und sie machen sogar am Spieltisch Spaß =)

Im Rahmen des Projekts „Wildes Aventurien“ habe ich einen Rondrageweihten illustriert, der eine Kreuzung aus aventurischem Götterdiener UND coolem Actionheld darstellt (und bei dem garantiert niemand die Heller auf dem Charakterbogen wegstreicht 😉

Hartwurst war gestern, jetzt kommt das wilde Aventurien wo noch echte Kerle benötigt werden (ich verzichte mal bewusst auf die Umschreibung Helden)  =)

Projektthread: „Wildes Aventurien“

Download Arbeitsversion: Wildes Aventurien 1.4

Zeig mir deine Werte und ich sag dir wer du bist…

…oder diesmal anders herum:

Sag mir wer du bist und ich zeig dir deine Werte

Auf Alveran wurde einmal wieder das umstrittene Thema der mangelnden NSC-Werte in vielen DSA-Publikationen heiß diskutiert. Wo der eine schon Probleme mit zu niedrigen Werten hat, stören den anderen das teilweise komplette Fehlen, andere begrüßen es.

Mir selbst geht es auch öfters auf den Zeiger, gerade bei DSA wo man einen NSC eben mal nicht eben auf einer Pobacke generiert geht es schnell Richtung Willkürlichkeit, sich NSC-Fähigkeiten spontan auszudenken, oder aber in Richtung Ausdauersport/Folter,  diese komplett für NSCs durchzugenerieren.

Es gibt jedoch auch jede Menge Regelfuchser und SC-Bastler die gerne das Heldentool rotieren lassen und Charaktere am laufenden Band generieren und durchsteigern (ging mir teilweise auch öfters so).

Da ich neben dem Hobby des Meckerns auch gerne konstruktiv bin, würde ich gerne einmal dazu ermuntern die Ärmel hochzukrempeln und ohne Hemmungen selbst NSCs durchzugenerieren und auszutauschen.

Da bei DSA und seinen hundertdrölfzig-tausend Werten das zur Fleißarbeit werden würde, hat der User Andras Marwolaeth tollerweise ein schlankes  Java-Tool geschrieben was die XML-Dateien der Charaktere ausliest:

Held2Text.jar

Die Anwendung ist einfach:

  • Im Heldentool auf Datei -> als XML exportieren
  • Die Held2Text.jar starten und die passende XML auswählen
  • Werte in Texteditor oder Browserfenster kopieren und bei Bedarf formatieren und bearbeiten/sortieren

Wer Lust hat sich für das Tool zu bedanken und fleissig zu sein, der ist gerne eingeladen,

in diesem Thread seine NSCs zu posten und vorzustellen =)

„Es ist ein Spiel und sollte beim Lesen Spaß machen“?!

Neulich in einem DSA Forum, genauer Alveran

Ich selbst oute mich als Freund vom sogenannten „Fluff“, auch wenn ich das Wort aufgrund seiner meist negativen Bewertung in diesen Foren nicht gern verwende. Z.B. bestanden die Geheimnisse der Elfen beinahe ausschließlich aus Ingame-Quellen – ein Fest für mich! Mir ist das Gefühl der Bewohner Aventuriens deutlich wichtiger als irgendwelche „Tatsachenbeschreibungen“. Und letztere lese ich auch lieber mit einem Lächeln als dass ich mir mit verkrampfter Mine „oberlehrerhafte“ Erklärungen in den Kopf prügle.
Es ist ein Spiel, und sollte meiner Meinung nach auch beim Lesen Spaß machen.

Ein berühmter Fehler oder sagen wir ein Missverständnis:  Je mehr man versucht dem Leser beim Text Freude zu bereiten, umso unübersichtlicher und länger wird der Band.
Diese Faustregel hat sich bislang bei mir beim Lesen jeglicher Rollenspielbände etabliert und bewiesen. Gerade deutsche RPG- Bände die das Kurz,Knapp,Klar-Gebot zugunsten von pseudo-künsterischer, pseudo-unterhaltsamer Schreibe brachen, erfüllten diesen Tatbestand.

Um dieses Missverständnis zu beseitigen:

Ich will ich am Spielabend Freude haben und nicht bei der Spielvorbereitung! Diese sollte schnell gehen, denn es frißt Zeit. Manchmal viel Zeit, öfters sogar zuviel.

Es ist ein Spiel und sollte beim Spielen Spaß machen.

Die Vorbereitung und das Einbetten in ein Setting mitsamt Settingtypischen Infos (Namen, ortstypische Merkmale und Kuriositäten, etc…)  ist ein notwendiges Übel da ich als Spielleiter mich mit meiner Gruppe nunmal auf einen Vorstellungsrahmen geeinigt habe, diesem liegt unter anderem die Festlegung auf das Setting zugrunde. Das kostet mich Zeit und Nerven, schränkt auch ein wenig ein, hilft aber eben auch den Spielern sich später im erarbeiteten zurecht zu finden. Insgesamt etwas dass man also so schnell und zügig hinter sich bringen will. Ich bin nicht der Typ der sich gerne einfach mal (wie früher) mit seinen Hintergrundbänden irgendwo hinsetzt und „rumschmökert“. Die Infos vergesse ich sowieso bis zum potentiellen Einsatz und zur Unterhaltung ziehe ich andere Medien als Rollenspielbände vor.

Kurz, ein Rollenspiel-Hintergrundband ist für mich ein Nachschlagewerk für die Vorbereitung, und manchmal auch im Spiel (wobei ich dies mittlerweile komplett abgelegt habe, andere Dinge als Tier/Monsterwerte schlage ich im Spiel nicht mehr nach, entweder ich habe die Infos oder sie werden improvisiert).

Wie ich RPG-Bände benutzen möchte:
Einen Roman liest man von vorne bis hinten durch, eine Spielhilfe ist jedoch kein Werk was man „mal durchliest“ und dann nie wieder anrührt.
Ich pack die Dinger bei der Spielvorbereitung aus dem Regel, verwerfe einen Blick zum betreffenden Thema und suche die benötigten Infos heraus.Dann lege ich  es zurück und mache mir Gedanken wie ich die Infos in meine vorbereitenden Ausarbeitungen implementieren kann. So sollte es eigentlich funktionieren. Wenn die Autoren nicht versuchen würden, ihre Spielhilfen unterhaltsam und lesenswert zu schreiben.

Und wie nicht…
Ich will NICHT erst die Erfahrungsberichte des Elfen Loriel Labertasche in kursiv lesen mitsamt Isdira-Begriffen die ich nachblättern muss. Ich will Zeitsparende Nachschlagewerke. Romane und Kurzgeschichten können gerne geschrieben werden, aber NICHT in einer Spielhilfe und schon gar nicht als Informationsträger.

Genau diese Aufbereitungen sind es, die mir gerade viele DSA-Bände verleiden und der Grund sind, die Ausarbeitungen völlig ohne Blick auf Settingbände zu erstellen. Es dauert mir zu lange und kostet mich Lebenszeit. Zeit die ich in schöne Rollenspielabende investieren könnte oder einfach mein Leben zu genießen.

Ein Grund
weshalb unsere WoD-Regionalrunde sogar gänzlich ohne Settingbände auskommt, genommen wird was Spaß macht und was einem gerade im letzten Kinofilm, Buch oder auf dem Klogang inspiriert hat. Es macht genauso viel Spaß, es kostet ein Minimum an Zeit, bietet maximale Freiheit und spart obendrein Geld. Einzig der Vorstellungsrahmen der Gruppe wird etwas gedehnt und so kommen dann auch munter Horrorabende mit der Actiongruppe zusammen, oder Actionabenteuer mit den Geisterjägern.

Das ist etwas, mit dem offizielle RPG-Bände nur dann konkurrieren können wenn sie als professionelle, spielanregende und übersichtliche Nachschlagebände rüberkokmmen , RPG-Bände die mich hingegen als Spielleiter unterhalten wollen fallen dabei komplett raus und werden nicht mehr gekauft!