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Musik die wirkt – Teil 1

Als ich am Wochenende den excellenten neuen Film von Martin Scorsese Shutter Island sah, blieb mir ein Lied des Filmscores im Ohr.

Nach kurzer Suche fand ich diesen wunderschönen Track von dem deutschstämmigen Komponisten Max Richter:

Rollenspieler beschäftigen sich ja tendenziell oft und gerne mit Musiksoundtracks sowie Instrumentalmusik, oft und gerne zum direkten Untermalen des Spielabends.

Ob und wie gut das funktioniert, darüber scheiden sich die Geister. Mancher hält es für unnötige Ablenkung die eher aus dem Spiel herausreißt bzw für mehr Distanz zwischen Spielleiter und Gruppe sorgt.
Ich setze Musik eigentlich ganz gerne ein, aber dann meist nicht just auf irgendwelche Szenen gemünzt. Einfach deshalb da man beim ergebnisoffenen Spiel ohnehin Szenen nicht bewusst plant und auch selten innerhalb des Spiels die Zeit hat, immer zum passenden Lied zu greifen. Da ich selbst auch keinen Laptop besitze, unsere Location stets innerhalb der Spielrunde wechselt kann ich so etwas also auch nicht fest einplanen.

Manchmal habe ich  einen USB-Stick mit ein paar dutzend Lieder darauf,  welche ich vorab in meinem heimischen RPG-Musik-Ordner nach Stimmung sortiert habe. Diese Ordner heißen dann z.B Drama, Horror&Spannung, Aufbruch, Action&Verfolgungsjagden, mystisch, In der Stadt, etc..

Wofür ich die Musik weitaus lieber schätze als am Spieltisch, wo sie meist ohnehin nur im Hintergrund herumdudelt, ist bei der Vorbereitung von kommenden Spielabenden oder beim Herumwerkeln an NSCs und Settings. Hier kommen mir ähnlich wie beim Ansehen von Bildern (diesem Thema werde ich mich genauer in einem kommenden Beitrag widmen) dutzende Inspirationen und Ideen. Aus NSCs die oftmals vorab nur aus einigen zusammengebastelten Werten und Fähigkeiten bestanden, werden echte Charaktere, aus Örtlichkeiten die bislang nur einen Namen und einen Standort besaßen, werden ausgearbeitete Schauplätze die zum Entdecken und bespielen einladen, aus skizzenhaften Vorhaben der Protagonisten/Antagonisten werden ausgefeilte Pläne und Intrigen gesponnen. Und alles dank Musik die soviel transportieren kann was sich in Worten gar nicht beschreiben lässt.

eine (kurze) Sammlung an hörenswerten Komponisten:

  • Nest: schwer, düster, bedrückend. Aufgrund der eher niedringen Spannungskurven und der Länge der Lieder auch ganz gut als Hintergrundmusik geeignet
    hörenswerte Lieder: marefjellet, kyoto, Across The Waters
  • As The Stars Fall: moderne Instrumental-Musik
    hörenswerte Lieder: Unitled, Revolt, No Good Deed Goes Unpunished
  • weitere : Ataraxia, In Gowan ring ,Dead Can Dance, Sean Beeson, Clint Mansell
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